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Mahamudra

Aus Nevillepedia

(Weitergeleitet von Natur des Geistes)

Dieser Begriff wurde nicht durch Neville Goddard verwendet. Es ist hier, in der Nevillepedia als Hintergrundinformation bzgl. dem Versprechen verzeichnet. Mit der Befreiungserfahrung des Versprechens zeigte sich Neville's tiefe Einsicht in die Natur des Geistes.

Begriffsklärung [1]

Die Essenz des Mahamudra ist das "Erkennen der Natur des Geistes"

Mahamudra (tib. auch: Chag Chen; deutsch: Großes Siegel bzw. Großes Symbol) ist ein zentraler Begriff in den Schulen der „Neuen Übersetzungen“ (Sarma) des tibetischen Buddhismus. Mahamudra bezeichnet in diesen Schulen (zu denen die Kagyü-, Sakya- und Gelug-Schule zählen) die höchsten buddhistischen Lehren als die "Grundlage", auf welcher die Meditationspraxis fußt; die auf diesen Lehren beruhende Praxis selbst als den "Pfad"; und die durch diese Praxis erreichte Erleuchtungserfahrung als die letztlich erreichte "Frucht". Der Mahamudra-Ansatz wird oft auch als die Essenz der Lehren Buddhas (Dharma) bezeichnet und mag in seinen drei Bedeutungsebenen unter günstigsten Umständen innerhalb einer einzigen Lebensspanne zur Erleuchtung führen.

In diesem vollkommenen Zustand sind alle dualistischen Geistes-Konzepte überwunden, die dauerhafte Erfahrung einer „absoluten Wirklichkeit“, gleichbedeutend mit „höchster Weisheit“ tritt ein. [1]

Erklärungen

Auszüge von Maitripa: Die Essenz von Mahāmudrā [2]

  • Wenn ich Mahāmudrā erklären sollte, so würde ich sagen - alle Erscheinungen? Dein eigener Geist! Wenn du im Außen nach einem Sinn suchst, wirst du verwirrt. Erscheinungen gleichen einem Traum, sie sind leer von einer wahren Natur.
  • Bist du aller heilsamen und unheilsamen Dinge als der grundlegenden Wirklichkeit gewahr, dann findest du Befreiung. Neurotische Gefühle sind (die Basis) große(r) Einsicht, wie Holz für ein Feuer, so sind sie für den Yogi Brennstoff!
  • Doch wenn du verstehst, was könnte dich fesseln? Verweile in einem unzerstreuten Zustand. Körper und Geist auszurichten führt nicht zur Meditation, und das Anwenden von Techniken ebensowenig.
  • Alle Erscheinungen sind leer von einer inhärenten Natur, der Geist, der sich an die Leerheit hält, verschmilzt mit seinem eigenen Grund. Freiheit von allem Konzeptualisieren ist der Pfad aller Buddhas.

Auszüge von Nāropa: Mahāmudrā in Kürze [2]

  • Alle Erscheinungen sind dein eigener Geist; die Wahrnehmung äußerer Objekte ist eine Gestaltung des Geistes; wie ein Traum sind sie leer von einer wahren Natur.
  • Auch der Geist ist nur ein Fluß von Wahrnehmungen und Gedanken, er ist ohne eine wahre Natur, [wie] die Kraft des Windes, er ist leer von einem Selbst, wie der Himmelsraum. Alle Erscheinungen sind so, gleichen dem Himmelsraum.

Auszüge vom 3.Karmapa: Mahāmudrā-Wünsche [3]

  • 7.Vers: Die Grundlage der Reinigung ist der Geist selbst, seine Einheit von Klarheit und Leerheit; das Mittel der Reinigung ist das große Siegel, die große Diamantübung; das zu reinigende sind die an der Oberfläche liegenden Schleier der falschen Sicht. Mögen wir die Frucht der Reinigung, den vollkommen reinen Wahrheitszustand, erlangen!
  • 9.Vers: Alle Dinge sind Trugbilder des Geistes; der Geist ist nicht als >ein< Geist vorhanden, er ist seinem Wesen nach leer; obwohl leer, erscheint gleichzeitig alles ungehindert. Mögen wir durch genaues Untersuchen sein eigentliches Wesen erkennen!
  • 10.Vers: Der Eigenausdruck, den es als solches nicht gibt, wird als etwas Dingliches missverstanden; aufgrund von Unwissenheit wird Eigenbewusstheit als ein Ich verkannt; das Festhalten an dieser Zweiheit bewirkt das Umherirren in der Weite der bedingten Welt. Mögen wir die Wurzel der Täuschung, die Unwissenheit ausreißen!

Auszüge von Tilopa: Mahāmudrā Belehrungen an Naropa [4]

  • Wie der Morgennebel, der sich in Luft auflöst; Nirgendwo hingehen, aber aufhören zu sein; Wellen von Konzepten, der gesamten Schöpfung des Geistes, lösen sich auf, wenn du die wahre Natur deines Geistes erblickst.
  • Die ursprüngliche Natur des Geistes ist wie der Raum; Er durchdringt und umarmt alle Dinge unter der Sonne. Sei still und bleibe in echter Leichtigkeit entspannt, Sei still und lasse den Schall als Echo nachhallen, Halte deinen Geist still und beobachten das Ende aller Welten.
  • Lass das trübe Wasser der geistigen Aktivität ablaufen; Unterlasse sowohl positive als auch negative Projektionen - belasse die Erscheinungen: Die Phänomene der Welt, ohne hinzufügen oder abziehen, das ist Mahamudra.

Quellen

  1. Seite „Mahamudra“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. Februar 2020, 14:57 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Mahamudra&oldid=196872095
  2. Naropa/Maitripa: Mahāmudrā in Kürze. Übersetzung M. B. Schiekel, 2011, Bearbeitungsstand: 14.Juni 2011, URL: https://www.mb-schiekel.de/naropa-mahamudra.htm
  3. Lama Ole Nydahl: Das große Siegel. Die Mahamudra-Sichtweise des Diamantweg-Buddhismus, Droemer/Knaur, München Juli 2006
  4. Tilopa: Mahāmudrā Instruction to Naropa. Übersetzung Kunzang Tenzin, 1977, URL: http://keithdowman.net/mahamudra/tilopas-mahamudra-teaching.html

Querverweise

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